Die schönsten Braut- & Brautmutter-Traditionen

Es ist Zeit: Die schönsten Braut-& Brautmutter-Traditionen zusammengefasst von uns Hochzeitsfotografen

Hochzeit, hurra! Einige sagen, dass die Entscheidung, dass geheiratet wird, das einfachste am gesamten Hochzeitsprozess ist. Die Gefühle, die zur Planung dazugehören, reichen von riesiger Freude bis hin zu purem Stress. Welche Rolle soll oder darf der Brautmutter dabei zukommen, und wie ehrt man sie gebührend an der Feier? Ode an die Mama, liebe Brautleute!

 

Die wohl sentimentalste – und vielleicht schönste – Braut- und Brautmutter-Tradition schließt ordentlich Stoff mit ein – genauer gesagt ein Kleid oder ein Schleier. Ehrt man als Braut die eigene Mutter, indem man ihr Brautkleid trägt?

Nun ja – es kommt darauf an. In den meisten Fällen ist Muttis Hochzeitskleid nicht mehr zeitgemäß und die Braut wünscht sich eigentlich ein Kleid in einem völlig anderen Stil. Oder etwas Modernes. Wenn du weißt, dass sich deine Mutter aufrichtig freuen würde, oder es gar von dir erwartet, dass du in ihrem Kleid vor den Altar trittst, kann eine gute Änderungsschneiderei allerdings auch allerlei bewirken.

Wenn du von Herzen gerne Mamas Kleid anziehen möchtest, funktioniert das am besten mit einem Kleid in einem zeitlosen Stil – und in perfektem Zustand. Wir können es nicht oft genug sagen: Du möchtest auch noch in 10, 15 und 40 Jahren in dein Hochzeitsalbum schauen und aufrichtig sagen können: Ich trage das schönste Hochzeitskleid auf Erden – und es passt zu MIR.

 

Mamas Hochzeits Outfit – wer bestimmt?

Meistens geht es bei der Kleiderwahl (zum Glück und zu Recht!) um den Geschmack der Tochter, und die Mutter nimmt sich zurück. Wenn sich die Tochter dann entscheidet, statt das Kleid Mamas Schleier anzuziehen, sind allfällige Wogen meist auch wieder geglättet.

Übrigens: Wenn du Mama glücklich machen möchtest, dann nimm sie zum Brautkleid-shoppen mit. Das hat den Vorteil, dass du garantiert eine ehrliche Meinung bekommst und sie hat die Möglichkeit, „ja“ zum neuen Kleid zu sagen. Win-win! In einigen Kulturen ist es sogar Tradition, dass die Brautmutter das Kleid und alle Accessoires bezahlt – Klaro, dass das Mitspracherecht dazugehört.

*Fast* genauso wichtig wie das Brautkleid ist das Outfit der Mama. Sobald das Brautkleid ausgewählt, die Hochzeitsfarben, Blumen und Brautjungfernkleider zumindest theoretisch bestimmt sind, beraten Mutter und Tochter darüber, was Mama zur Hochzeit anziehen soll.

Die Frau Brautmama soll sich von anderen Gästen abheben, und darf mit ihrem Outfit sicherlich zeigen, wie stolz sie auf ihre Tochter ist. Besonders schön ist es, wenn ihr Outfit den Stil der Hochzeit komplimentiert. Auf den Hochzeitsfotos, genauer gesagt auf den Gruppenfotos kommt das besonders schön zur Geltung.

 

Mama – das darfst du gerne auch noch erledigen

Meistens kennt niemand die Braut so gut wie die eigene Mutter – und niemand wünscht ihr mehr Glück auf der Welt. Ehrensache, dass Mama sich um die Hochzeitsvorbereitungen kümmert und ihrer Tochter zur Seite steht, falls sich Anflüge von kalten Füßen oder sich sonstige Stresssymptome bemerkbar machen.

 

Kurz zusammengefasst kümmern darf Mama traditionell um folgendes:

  • Die Mitgestaltung der Gästeliste und die Tischordnung: Niemand kennt die Verwandtschaft so gut wie sie – und meist ist sie auch diejenige, die alle Adressen beisammen hat
  • Sie ist bei der Auswahl der Location mit dabei: Oft hilft es dem Brautpaar, wenn die Mutter Locationtipps bei der Verwandtschaft und bei Freunden einholt
  • Verschiedene Kulturen, verschiedene Traditionen: Mama weiß meistens Bescheid, welche Hochzeitsbräuche für den eigenen ethnischen Hintergrund ein „Must“ sind
  • Oftmals darf sie administrative Aufgaben übernehmen: Sie ist Ansprechperson für Dienstleister, oder kann Hotel- und/oder Flugbuchungen übernehmen
  • Sie ist die starke Schulter während und nach den Hochzeitsvorbereitungen
  • Einer unserer Lieblinge: Mama darf die Braut daran erinnern, wie besonders sie ist und ihr versichern, dass sie die allerschönste Braut der Welt ist

Zudem, etwas genauer erklärt:

  • Sitzt die Mama in der ersten Reihe bei der Trauung
  • Und weiß um die Tanztradition: Wer mit wem und wer zuerst?

Wenn ihr kirchlich heiratet, sitzt die Brautmutter (und die enge Familie) traditionell in der ersten Reihe und darf nach der Trauung auch als Erste (nach dem Pfarrer) hinter dem Brautpaar die Kirche verlassen. Die Hochzeitsgesellschaft weiß so, wer die engsten Verwandten des Brautpaares sind. Einen kleinen Vorrang haben dabei die Brauteltern vor den Eltern des Bräutigams.

 

Empfangsdamen und -Herren

Nach der Trauung: Wunderbar feiern. Traditionell sind die Eltern der Braut die Gastgeber des Sektempfangs, und deswegen auch für den Empfang, Begrüßung und Willkommen heißen der Gäste verantwortlich.

Ehre der, der Ehre gebührt

Einige Bräute ehren ihre Mütter während der Hochzeitsfeier – mit der Übergabe von Blumen, oder einem Ritual, dass die Vereinigung von zwei Familien feiert. Eine beliebte Version: Braut und Bräutigam zünden eine Kerze an, welche die Mutter in Händen hält. Manchmal zündet die Familie auch gemeinsam eine Hauptkerze in der Mitte des Tisches an – flankiert mit Poesie, Musikstücken oder schönen Worten, welche die Eltern dem Brautpaar mitgeben möchten. Ein Moment, der Zeit gibt, inne zu halten – rührend.

 

Tanzbeine: Tanztraditionen auf der Bühne

Der erste Tanz ist auch ein Traditions-Highlight für viele Paare. Manche üben den Standardwalzer, andere legen richtige Tanzshows hin: Der Brauttanz ist ein spannender Indikator dafür, wie die frisch Vermählten sich als Paar sehen und wahrgenommen werden möchten und natürlich Ausdruck der neuen Vereinigung. Fotografisch gesehen ein muss für jedes Hochzeitsalbum.

Nach dem Brauttanz geht die Party los, und die Eltern der Braut sind in der Regel die ersten auf der Tanzfläche – der Vater darf mit der Braut tanzen, die Mutter mit dem Bräutigam. Nach einigen Runden dürfen die Eltern des Bräutigams dazukommen und die Hochzeitsgesellschaft dazu animieren, auf den Putz zu hauen.

 

Welche Traditionen gibt es bei euch und in euren Kulturen? Was meint ihr – sind Traditionen überhaupt wichtig oder schon völlig überholt? Welche möchtet ihr keinesfalls missen? Bitte schreibt uns einen Kommentar, wir sind schon richtig gespannt.

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