
Wenn man auf eine Hochzeit geht, zieht man sich schön an – da sind wir uns alle einig. Allenfalls mottogerecht, aber auf jeden Fall stilsicher.
Trotzdem gibt es sie, diese Textilien Fehlgriff-Momente auf Hochzeiten von der Grauzone bis zum absoluten Fashion-no-no:
Als Hochzeitfotografen liegt es in unserer Natur, den Blick schweifen zu lassen – und unsere geschärften Blinker erhaschen hin und wieder den einen oder anderen Fashion-Fauxpas.
Darum haben wir uns gedacht, dass wir zusammentragen, was – wie wir finden – auf Erinnerungsfotos nicht ganz so chic herüberkommt: Vielleicht ist der Saum des Cocktailkleidchens etwas knapp geraten, oder möglicherweise ist es den Brautjungfernkleidern etwas zu ähnlich: Es sind manchmal die kleinen Dinge, die eine ungewollte Wirkung haben.
9 Dinge, die du nicht zur Hochzeit anziehen sollst
- 1. Schwarz wie die Nacht
Du hast dir kürzlich eine schwarze Designer-Jumpsuit geleistet? Glückwunsch. Für die Hochzeit deiner Freundin sollte er trotzdem im Schrank bleiben, denn schwarz von Kopf bis Fuß ist als Kleiderwahl für eines der fröhlichsten Feste im Leben denkbar ungeeignet. Obwohl es ungeheuer schmeichelnd für eine Vielzahl von Haut- und Figurtypen ist.
Der Grund: Schwarz bringen wir vor allem mit den ernsten Ereignissen des Lebens in Verbindung, beispielsweise mit Beerdigungen.
Deine Option: Möchtest du trotzdem schwarz tragen, entscheide dich für ein leichtes, fröhliches Kleid, möglicherweise mit Pailletten. Ein Cocktailkleid ist die Option für formelle Zeremonien.
- 2. Ein zu freizügiges Fähnchen
Freizügige Kleidung schreit: „Schaut mich an!“ Ein No-Go für Hochzeiten.
Der Grund: Niemand stiehlt der Braut die Schau.
Deine Option: Ein wenig Bein oder Dekolleté ist okay, aber Hochzeiten sind weder Ort noch Gelegenheit, die persönlichen Vorzüge zu zeigen.
- 3. Verücktheiten
Du bist exzentrisch und trägst diesen Charakterzug auch gerne zur Schau? Gut so, unsere Welt braucht Menschen, die Konventionen brechen. Aber nicht am Hochzeitstag deiner Freundin/Tochter/Mutter: Lass den verrückten Hut oder deinen Sari vom letzten Indien Urlaub im Schrank.
Der Grund: Wer verrückte Accessoires wählt, tut das aus einem Grund. Und das könnte von einigen Gästen als Schrei nach Aufmerksamkeit interpretiert werden.
Deine Option: Ein Fascinator. Cowboystiefel, die du unter weiten Hosen versteckst. Werde kreativ, setz dich und dein Lieblingsattribut aber nicht in Szene.
- 4. Weiß
Es ist keine gute Idee, etwas anzuziehen, dass auch nur im Ansatz Ähnlichkeiten mit einem Brautkleid hat. Auch, wenn weiß die Kleidungsfarbe ist, die dir am besten steht und dich wie ein Engel aussehen lässt.
Der Grund: Weiß ist alleine der Braut vorbehalten.
Deine Option: Streifen. Ein Rock. Eine Bluse. Wähle ein Stück in weiß und kombiniere es mit einer anderen Lieblingsfarbe. Was wir finden, geht: Ein off-whites Leinenkleid für eine Sommerhochzeit, oder etwas weißes, dass im Kontrast zum Hochzeitskleid der Braut steht.
- 5. Hosenanzüge
Du gehst auf eine Hochzeit, kein Geschäftsmeeting! Leg deine Business-Persönlichkeit ab und hol das Blumenkind in dir raus.
Der Grund: Die Hochzeit feiert die Zusammenkunft von zwei Menschen, die ihr Leben gemeinsam verbringen möchten. Als Gast darfst du mit deinem Outfit ruhig auch deine Freude darüber ausdrücken.
Deine Option: Businesskleidung gehört nicht an eine Hochzeit, basta. Sorry Star.
- 6.Sportlichkeiten
Ebenfalls ziemlich weit oben auf der „No-Go-Liste“: Sportliche Pulli oder gar Juicy Couture-Aufzug. Auch die Ausrede, dass dir kalt ist, gilt nicht. Zum Hochzeitsaufzug passen Blazer, Schals oder Kaschmirpullis.
Der Grund: Das Brautpaar bezahlt Hochzeitsfotografen viel Geld, damit sie schöne Fotos schießen. Unschöne Kleidungsstücke ziehen ungewollte Blicke auf sich und ruinieren die Bilder.
Deine Option: Ein sportliches Outfit? Klaro, es gibt durchaus Möglichkeiten, einen sportlichen Jupe zu kombinieren. Auch elegante Sport-Treter können durchaus fein in Szene gesetzt werden.

- 7. Rot & Animal prints
Tierisch: Leopardenlook und dann auch noch mit der Farbe Rot kombiniert: Rot ist eine Signalfarbe und für viele Menschen die Farbe der Verruchtheit: Deswegen ist diese Farbe auf Hochzeiten nicht gern gesehen.
Der Grund: Animal Prints schreien: „Ich bin hier, und ich will Aufmerksamkeit!“ Ebenso wie rot.
Deine Option: Leo darf sein! Vielleicht in einem mädchenhaften Ton oder nature-Farbe, allenfalls mit einem Chiffon-Top und ruhigen Accessoires kombiniert. Reichen vielleicht auch im Print lackierte Nägel?
No-Gos: Den Leopardenlook mit knallroter Handtasche und Lippenstift paaren, allzu auffälliges im Schrank lassen.
- 8. Jeans und T-Shirt
Nein, es spielt keine Rolle, dass die Trauung im Freien stattfindet und die Braut so locker drauf ist, wie sonst niemand in deinem Freundeskreis.
Egal ob am Strand, in Mamas Garten oder in der Waldhütte: Wenn du dir die Mühe machst, an einer Hochzeit aufzukreuzen, dann dürfen deine Lieblingsjeans und das bequeme T-Shirt im Schrank bleiben.
Der Grund: Wir haben es schon ein- oder zweimal erwähnt, aber mit seiner Kleiderwahl zollt man dem Brautpaar Respekt.
Deine Option: Down to earth funktioniert wunderbar: Hübsche Kleider gibt es auch in der Einfach-Version; und modische Hosen lassen sich tiptop mit einer weißen Bluse kombinieren.
- 9. Alles, was zu viel zeigt
Nicht nur mit den falschen Farben kann man ins Fettnäpfchen treten, auch zu viel Haut ist tabu: Knallenge Hotpants, zu viel Ausschnitt oder transparente Teile: Alles, was zu viel Haut zeigt, gehört nicht an die Hochzeit. Trotz sommerlichen Temperaturen.
Der Grund: Der Braut wird nicht die Show gestohlen. Immer noch nicht. Niemals.
Deine Option: Wer gerne Shorts trägt, der wählt ein Modell, das weder aus Jeans und nicht zu kurz ist. Wer ein bisschen Haut zeigen möchte, der darf ein elegantes, einfarbiges Kleid mit etwas Rückenausschnitt zeigen. Edel, feminin und sexy, oder?

